Samstag, 30. Dezember 2017

Am Ende des Jahres reicht es für ein Frage-Antwortspiel bei Birki

Dank der lieben Bärbel wurde ich inspiriert, Euch, die mir vielleicht nicht bei Instagram folgen, ein Lebenszeichen zu geben, ganz kurz und knackig zum Ende des Jahres. 
Ich hoffe ab 2018 wieder mehr von mir erzählen zu können. 
Mein Leben war 2017 sehr turbulent und es fehlte oft an der "Bloggerlust". 
Instagram macht es einem da aber auch sehr leicht. Mit einem Nachteil: Man verschwindet im Feed seiner Abonnenten und die Kommunikation ist wenig vorhanden. 



Zugenommen oder abgenommen? 
Ein klitzekleines bisschen mehr. Ich habe die letzten Wochen sehr sehr wenig Sport gemacht.
Haare länger oder kürzer? 
Alles beim alten (mal sehen wielange noch).
Kurzsichtiger oder weitsichtiger? 
(Alters-) Weitsichtiger. 

Und najaaaa - was die Lebens-WEIT-Sicht betrifft habe ich in 2017 mächtig zugelegt. Puuuuh, muss nicht noch weitsichtiger werden. 
Mehr ausgegeben oder weniger?
Ich habe sehr viel weniger ausgegeben und es ist schön zu merken das es reicht. Im Leben sind andere Dinge wesentlich wichtiger.
Der hirnrissigste Plan? 
In einem Laufladen anzufangen wo ich einfach keinen richtigen Draht zu den "Chefs" und einer Kollegin finden konnte. Nie nie wieder versuche ich mich zu verbiegen!  

Mehr bewegt oder weniger?
Mehr. 




Die gefährlichste Unternehmung? 
Cyclassics 120 km in Hamburg mit Magen-Aua.



 


Die teuerste Anschaffung?
Ein Rennrad von LIV, der Frauenradsportmarke von GIANT. 


Das leckerste Essen? 
Jetzt, an Weihnachten, der Gänsebraten in Klaffenbach (Danke, Uta).
Das beeindruckendste Buch? 
Das hatte nichts mit Sport zu tun - wie seltsam: "
Karl Lagergeld und ich" von Arnaut Maillard, es war ein Geschenk von einem netten Kunden der wie ich KL mag.

Der beruhendste Film? 
Der Stern von Indien.

Das beste Lied?
Udo Lindenberg - Stärker als die Zeit.




Das schönste Konzert?
Rolling Stones im Hamburger Stadtpark.






Die meiste Zeit verbracht mit?
Meinem Rennrad und meinen Laufschuhen.
Die schönste Zeit verbracht mit?
Schatzi.
Vorherrschendes Gefühl 2017? 
Schwere Bürde(n) machen mich stark. 
2017 zum ersten Mal getan? 
Kurz mal 
e Shisha gedampft - Bääääääh. Eklig.
2017 nach langer Zeit wieder getan?
Urlaub alleine.
Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? 
Der Jobwechsel und damit verbundene Reinfall.
Die Enttäuschung über mich selbst auf "warme Worte" reinzufallen und die Realität ganz anders zu erleben.

Die vielen Tränen - nicht nur die um den Tod (m)eines Seebären Ende November.




Das schönste Geschenk, das mir jemand 2017 gemacht hat?
Für mich nach Hamburg gezogen.
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Du bist so hübsch und überhaupt nicht "alt".
Wem gilt noch ein bisschen Extra-Liebe?
Meinem Rennrad, seit diesem Jahr Hvide Sande in DK und meinen Laufschuhen.


2017 war mit einem Wort? 
Puuuuuuhhhhhh.


Mittwoch, 1. März 2017

Warum ich Mittwochs ausschließlich mit Frauen laufe

Als 20jährige junge Frau sorgte Kathrine Switzer am 17. April 1967 für weltweites Aufsehen. Sie hatte sich als K.V. Switzer (ihre Initialen) für eine offizielle Teilnahme am Boston Marathon (ausschliesslich den Männern vorbehalten) beworben und erhielt die Startnummer 261
Das ist jetzt knappe 50 Jahre her (ich schrieb dazu vor 2 Jahren dies hier )  ***
(credit by Boston Herald)

Was hat das mit mir und meinen Mittwochsläufen zu tun?

2015 gründete Kathrine das soziale Frauen-Laufnetzwerk 261 Fearless, dass Frauen weltweit miteinander auf sportlicher Basis vereint. Zu diesem Zeitpunkt hatte Edith in Österreich schon einen Club 261 als Verein gegründet und traf sich wöchentlich mit Frauen und Mädchen zum laufen. Ich traf Edith und Kathrine im März 2015 zum Woman's Marathon auf Mallorca und war von der Idee fasziniert. Alles weitere ist aus dem oben verlinkten Posting bekannt...

Im Sommer 2015 suchte die 261 Fearless Organisation Botschafterinnen, die Ihren Mut, Ihre Kraft, das Freiheitsgefühl, die Laufliebe und noch viel mehr Spirit an andere Frauen weitergeben wollen. Seitdem laufe ich auch als 261 Fearless Läuferin durch die Welt und versuche meinen Ladies im Club fast jeden Mittwoch Kraft und Inspiration zu geben, deren Selbstbewusstsein zu stärken, gesundes Laufen in den Vordergrund zu stellen und Spaß und Freude gemeinsam zu teilen.


Im Gegensatz zu vielen anderen (gemischten) Lauftreffs spielt bei unserem Clubs der Leistungsgedanke keine Rolle, im Gegenteil: Bei unseren wöchentlichen Treffs geht es vielmehr um einen fröhlichen Ausgleich zum Leistungsdruck im Arbeits- und Familienalltag. Frauen sind oft in Beruf und Familie extrem eingebunden und "opfern" sich auf. 
Ich habe mir vorgenommen einige von ihnen laufend aus dieser "Zwickmühle" herauszuholen; sie zu motivieren eine Stunde in der Woche mal alle Probleme loszulassen und nur für sich selbst da zu sein. Die Gemeinschaft, das sich bewegen und dabei die Flora und Fauna zu genießen und zu spüren, in sich hinein hören, sich zu trauen, selbstbewusster zu werden und sich ggf. auch (neue) Ziele stecken. Das können (und sollen) durchaus auch sportliche - individuelle - Ziele sein. 

Nun jährt sich mein Mittwochs laufen im April zum 3. Mal, wir werden einfach immer weiter laufen. Solange unsere Füße und Herzen das wollen. 



Jede meiner Ladies ist eine stolze Gewinnerin und hat verstanden, dass das gemeinsame Bewegen und jeder Mittwochabend einfach wundervoll ist und uns Kraft für den Alltag gibt.


Und da Bilder mehr als Worte sagen..... hier einige Impressionen, warum wir gern zusammen laufen, oder joggen... egal wie ihr es da draußen nennt. 

















Am 17. April 2017 feiert Kathrine mit ihrer erneuten aktiven Boston Marathon Teilnahme als 70jährige Marathon Woman ihr 50 jähriges Jubiläum. 
„Frauen fühlen sich heute nicht mehr eingeschränkt. Sie sind selbstbewusst und stark. Millionen Frauen laufen heute.“  So wie wir hier in Hamburg auch. 







In Nordamerika sind sie sogar in der Überzahl. „Wir haben durchschnittlich 53 Prozent Frauenanteil bei gemischten Läufen, es ist fantastisch“, schwärmt Switzer, die über ihre Geschichte und die der Entwicklung der Frauenlaufbewegung das Buch: „Marathon Woman“. geschrieben hat.



Ich wäre gern mitgelaufen in Boston aber man kann im Leben nicht alles haben. 

Also fiebere ich mit all den anderen 261 Läuferinnen weltweit an diesem Tag mit Kathrine und drücke ihr beide Daumen.




Die Birki