Mittwoch, 18. Februar 2015

Rückschläge gehören zum Leben dazu - oder nicht?

Allein das Wort: 
R ü c k S C H L A G  

Ja das klingt so hart das sich mir die Nackenhaare aufstellen. Ich habe mal gelernt, Negativwörter mit positiven zu ersetzen.

Okay, Birki, versucht es mal:


Rückschlag = Fiasko, Enttäuschung, Lernprozess

Ja, Enttäuschungen sind auch für mich oftmals schwer. Aber ich weiß immer erst hinterher wofür sie gut sind/waren. Natürlich bin ich zuerst nicht bereit dieses an- oder hinzunehmen. Da bin ich halt auch einfach "nur Mensch". Aber das Positivwort Lernprozess ist gar nicht so verkehrt. Oder?

Nehmen wir mich als Beispiel:
Viele Wochen und Monate bereite ich mich auf etwas Großes vor. Verzichte teilweise, arbeite schwer dafür und plötzlich, PENG, zeigt mir der Körper die rote Karte. Aus Gründen. 
Ja, das geht einigen LäuferkollegInnen so. Ich höre es von so vielen Mara- oder Halbmarathonis das kurz vor dem großen Run Verletzungen oder andere Erkrankungen auftauchen.

Es sind die Naturgesetze die uns lehren das Erfolge nur mit Misserfolgen, Siege nur mit Niederlagen und Glück auch nur mit Unglück existieren können. 
Wir wissen, dass wenn es bergab auch wieder bergauf geht. Irgendwann rechne wir mit diesen Naturgewalten sogar, denn wir haben in unserem Lebensprozess erfahren,dass dese Dinge immer nur in Kombination auftreten. 
Ich selbst denke: je besser ich das fokussiert habe und mich darauf einstelle umso weniger können sie mich überraschen. Nur meisten überrollen sie uns dann doch, ohne Vorwarnung.

Ja ja, mit Vernunft betrachtet weiß ich, als inzwischen schon etwas vom Leben gezeichnete Runninglady natürlich, dass solche Enttäuschungen nicht nur im sportlichen Bereich des Lebens vorkommen. 
Wir erleben sie auch in anderen Bereichen: im Job, in einer Beziehung, in der Familie, beim Lotto spielen und und und.

Natürlich weiß Runningbirki mit ihrem "gesunden Menschenverstand" auch das uns solche Prozesse weiter entwickeln. Ja, ich habe schon einige Entwicklungsprozesse hinter mir. Nur aus ihnen lernen wir, uns mit Enttäuschungen und Fiasken auseinanderzusetzen. Das bedeutet auch immer das man seine Komfortzone dazu verlassen musst. Das tut manchmal ganz schön weh, ich weiß.
Alles in allem muss man offen zu sich selbst sein und sich auf Neues einlassen können, die Dinge reflektieren und hinterfragen. 
Dazu zählt das ich mich auf das was passiert einlassen kann. Das habe ich geleert.

Wichtig ist, Enttäuschungen niemals als seine eigene Unfähigkeit anzusehen, sondern eher als Lebenszeichen, Hinweis das da Steine aus dem Weg geräumt werden müssen, die eben vorher nicht zu sehen waren. Natürlich gibt es immer eine Lösung. 


"Für manche ist der Weg am ersten Hindernis vorbei, 
für andere fängt er dort erst an."


(Bildquelle by google.de)

Wie gehst Du mit 
Lernprozessen um? Was machen die mit Dir?

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